Erdbeben haben keinen freien Willen.
Der Einwand, im Vollen
Die Verteidigung des freien Willens, selbst wenn sie gewährt wird, deckt nur das moralisch Böse ab - das, was Menschen einander antun. Sie sagt nichts über den Tsunami, die Krebszelle, das Kind, das mit einer genetischen Krankheit geboren wird, die es mit vier Jahren tötet. Niemand hat sich diese Dinge ausgesucht. Sie sind in die Struktur der Welt eingebaut, die ein allmächtiger, allwissender, vollkommen guter Schöpfer geschaffen hat.
Wenn ein guter Gott die Welt geschaffen hat, warum ist sie dann schiefgegangen?
oder, einfach gesagt —Erdbeben und Krebs sind nicht die Schuld von irgendjemandem. Warum also lässt Gott sie zu?
Die Schöpfung seufzt, weil die Schöpfung gefallen ist.
Die Welt, wie sie ist, ist nicht die Welt, wie sie geschaffen wurde. Das Zeugnis der Schrift ist konsistent: Die Unordnung, die wir in der Natur beobachten - der Raubbau, die Krankheiten, die seismische Gewalt - ist nicht die ursprüngliche Schöpfung, sondern die gefallene. Die Schöpfung selbst wird von ihrer Knechtschaft der Verderbnis befreit werden, sagt Paulus; sie ist jetzt in Knechtschaft, war es aber nicht immer.
Wie ein moralischer Sündenfall zu einer physischen Störung geführt hat, ist rätselhaft, und ich werde nicht so tun, als würde ich es erklären. Aber die Intuition, dass mit der Welt etwas nicht stimmt, ist kein Argument gegen Gott. Es ist die grundlegendste christliche Behauptung. Die Klage des Atheisten - dass die Welt kaputt ist - ist genau das, was wir ihm seit zweitausend Jahren sagen.
Die Frage ist nicht, ob die Welt kaputt ist. Die Frage ist, ob sie geheilt werden kann, und von wem.