Erdbeben haben keinen freien Willen.
Der Einwand, im Vollen
Die Verteidigung des freien Willens, selbst wenn sie gewährt wird, deckt nur das moralisch Böse ab - das, was Menschen einander antun. Sie sagt nichts über den Tsunami, die Krebszelle, das Kind, das mit einer genetischen Krankheit geboren wird, die es mit vier Jahren tötet. Niemand hat sich diese Dinge ausgesucht. Sie sind in die Struktur der Welt eingebaut, die ein allmächtiger, allwissender, vollkommen guter Schöpfer geschaffen hat.
Wenn ein guter Gott die Welt geschaffen hat, warum ist sie dann schiefgegangen?
oder, einfach gesagt —Erdbeben und Krebs sind nicht die Schuld von irgendjemandem. Warum also lässt Gott sie zu?
Das Böse ist keine Sache. Es ist die Abwesenheit eines Gutes, das da sein sollte.
Blindheit ist kein Wesen, das mit der Sehkraft konkurriert; sie ist das Fehlen der Sehkraft bei etwas, das zum Sehen geschaffen ist. Krebs ist kein Lebewesen, sondern eine Unordnung von Zellen, die für die Ordnung geschaffen wurden. Wenn wir fragen: "Warum hat Gott dieses Übel geschaffen?", haben wir die Frage bereits falsch formuliert. Gott schafft das Sein, und das Sein ist gut. Das Böse ist das, was passiert, wenn das Sein hinter sich selbst zurückbleibt.
Warum lässt Gott ein solches Versagen der natürlichen Ordnung zu? Weil er eine Welt mit sekundären Ursachen geschaffen hat - eine Welt, in der Feuer wirklich brennt, Platten sich wirklich verschieben und Zellen sich wirklich teilen - und nicht eine Welt, in der ständig auf wundersame Weise eingegriffen wird. Ein Universum mit stabilen Ursachen ist die Voraussetzung für jegliches Handeln der Geschöpfe. Entfernen Sie die Stabilität, und Sie entfernen die Kreatur.
Das macht das Leiden nicht kleiner. Es verortet es. Das natürliche Übel ist der Preis für eine Welt, in der endliche Wesen wirklich handeln. Die Alternative ist nicht eine bessere Welt, sondern keine Welt.