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Einwand 04 · Weltliche Ethik

Wir brauchen Gott nicht, um gut zu sein.

Der Einwand, im Vollen

Säkulare Gesellschaften (Schweden, Dänemark, Japan) schneiden bei jeder Messung des menschlichen Wohlbefindens besser ab als religiöse Gesellschaften. Empathie, evolutionäre Verwandtschaft, Gesellschaftsvertrag - all das erklärt die Moral ohne göttliches Gebot. Viele religiöse Menschen verhalten sich furchtbar, viele Atheisten sind freundlich.

Ich glaube nicht an Gott und ich bin kein Mörder. Das war's.
— gemeinsame Formulierung

oder, einfach gesagt —Ich bin ein guter Mensch ohne Religion. Ende der Geschichte.

Augustinus
introspektiv, konfessionell
354–430

Ich wusste, was richtig war und habe trotzdem das Falsche getan.

Ich habe die Birnen nicht gestohlen, weil ich hungrig war - wir haben sie den Schweinen vorgeworfen. Ich habe sie gestohlen, weil mich der Diebstahl selbst erfreute. Die atheistische Erklärung der Moral kann nicht erklären, warum ich selbst während der Tat wusste, dass ich etwas in mir zerriss.

Unsere Herzen sind unruhig. Wir müssen nicht darüber belehrt werden, dass wir versagt haben; wir werden nur über den Namen dessen belehrt, gegen den wir versagt haben.

Du hast uns für dich geschaffen, oh Herr, und unser Herz ist unruhig, bis es in dir ruht.

Quellen Confessions II.4, I.1
Ad maiorem Dei gloriam