Religiöse Erfahrungen sind weit verbreitet und verändern das Leben
Der Anspruch
Hunderte von Millionen normaler Menschen berichten von direkten, verwandelnden Begegnungen mit Gott - quer durch alle Kulturen, Bildungsschichten und skeptischen Veranlagungen.
Das sind nicht alles Wahnvorstellungen. Die standardmässige erkenntnistheoretische Haltung gegenüber aufrichtigen Aussagen aus erster Hand, die sich in grossem Umfang wiederholen, ist vorläufiger Glaube. Wir verwenden denselben Standard für Liebe, Schönheit und moralische Empörung. Religiöse Erfahrungen allein auszunehmen, ist eine Sonderbehandlung.
Der Glaube an Gott ist wirklich grundlegend.
Der Glaube an Gott, wenn er durch den sensus divinitatis hervorgerufen wird, der in einer angemessenen Umgebung korrekt funktioniert, ist auf die gleiche Weise gerechtfertigt wie der Glaube an Wahrnehmungen oder Erinnerungen. Er muss nicht aus früheren, sichereren Prämissen abgeleitet werden.
Die Forderung, dass der Gläubige zunächst die Existenz Gottes anhand neutraler Prämissen beweisen muss, schmuggelt den Evidentialismus ein - eine Position, die ihren eigenen Test nicht besteht.
Hunderte von Millionen von Zeugenaussagen sind kein Lärm. Sie sind das normale Funktionieren der von Gott geschaffenen kognitiven Fähigkeit.