Mystiker und Mythen konvergieren über grosse Zeiträume
Zivilisationen, durch Ozeane und Zehntausende von Jahren voneinander getrennt, gelangen unabhängig voneinander zu denselben religiösen Strukturen: ein heiliges Zentrum, ein urzeitlicher Fall, eine kosmische Flut, eine absteigende Folge von Weltzeitaltern und mystische Berichte von einer Wirklichkeit hinter den Erscheinungen. Die unabhängige Erfindung einer identischen Illusion ist eine schlechtere Hypothese als die, dass sie etwas Wirkliches berühren.
Der Naturalismus sagt voraus, dass Religion ein lokales kognitives Artefakt sein sollte — je nach Umgebung verschieden, unvorhersehbar über die Jahrtausende driftend, ohne konvergente Struktur. Der ethnographische Befund zeigt das Gegenteil: stabile, wiederkehrende Muster über Kulturen hinweg, die für Zehntausende von Jahren keine Kontaktmöglichkeit hatten. Die sauberste Erklärung ist, dass Menschen aller Kulturen auf dieselbe transzendente Wirklichkeit geantwortet haben, in unterschiedlicher Klarheit. Die moderne westliche Verweigerung dieser Wirklichkeit ist die erklärungsbedürftige Anomalie — nicht das universale menschliche Bekenntnis zu ihr.