Dienstag, 22. Juli 2070

Hl. Maria Magdalena, Büßerin

III. Klasse Weiß nach Pfingsten

Messproprium

Kollekte
Beátæ Maríæ Magdalénæ, quǽsumus, Dómine, suffrágiis adjuvémur: cujus précibus exorátus, quatriduánum fratrem Lázarum vivum ab ínferis resuscitásti:
Epistel (Hl 3:2-5; 8:6-7) Allioli
Léctio libri Sapiéntiæ
Surgam, et circuíbo civitátem: per vicos et pláteas quæram, quem díligit ánima mea: quæsívi illum, et non invéni. Invenérunt me vígiles, qui custódiunt civitátem. Num quem díligit ánima mea, vidístis? Páululum cum pertransíssem eos, invéni, quem díligit ánima mea: ténui eum, nec dimíttam, donec introdúcam illum in domum matris meæ et in cubículum genetrícis meæ. Adjúro vos, fíliæ Jerúsalem, per cápreas cervósque campórum, ne suscitétis neque evigiláre faciátis diléctam, donec ipsa velit. Pone me ut signáculum super cor tuum, ut signáculum super bráchium tuum: quia fortis est ut mors diléctio, dura sicut inférnus æmulátio: lámpades ejus lámpades ignis atque flammárum. Aquæ multæ non potuérunt exstínguere caritátem, nec flúmina óbruent illam: si déderit homo omnem substántiam domus suæ pro dilectióne, quasi nihil despíciet eam.
So will ich aufstehen und will die Stadt durchwandern, auf Plätzen und Straßen suchen, den meine Seele liebt; ich suchte ihn und fand ihn nicht. Es fanden mich die Wächter, welche die Stadt bewachen. Habt ihr ihn, den meine Seele liebt, gesehen? Kaum war ich von ihnen ein wenig weiter gegangen, da fand ich ihn, den meine Seele liebt. Ich erfasste ihn und will ihn nicht lassen, bis ich ihn in das Haus meiner Mutter gebracht und in die Kammer meiner Gebärerin. Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems! bei den Rehen und Hirschen der Fluren, wecket nicht auf, erwecket nicht die Geliebte, bis sie selbst will. Setze mich wie einen Siegelring auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm! Denn stark wie der Tod ist die Liebe, hart wie die Unterwelt der Eifer, ihre Gluten Feuergluten und Flammen. Viele Wasser sind nicht imstande, die Liebe auszulöschen und die Ströme überfluten sie nicht; wollte auch ein Mensch alle Habe seines Hauses um die Liebe hingeben, wie nichts würde man jene achten.
Graduale (Ps 45:8) Allioli
Dilexísti justítiam, et odísti iniquitátem.
Du liebst Gerechtigkeit und hassest Unrecht, darum hat dich, Gott, dein Gott, mit Freudenöl gesalbt vor deinen Genossen.
Proptérea unxit te Deus, Deus tuus, óleo lætítiæ.
Allelúja, allelúja.
Diffúsa est grátia in lábiis tuis: proptérea benedíxit te Deus in ætérnum. Allelúja.
Schön von Gestalt bist du, mehr als die Menschenkinder, Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; darum hat dich Gott gesegnet auf ewig.
Evangelium (Lk 7:36-50) Allioli
Sequéntia ++ sancti Evangélii secúndum Lucam
In illo témpore: Rogábat Jesum quidam de pharisǽis, ut manducáret cum illo. Et ingréssus domum pharisǽi, discúbuit. Et ecce múlier, quæ erat in civitáte peccátrix, ut cognóvit, quod accubuísset in domo pharisǽi, áttulit alabástrum unguénti: et stans retro secus pedes ejus, lácrimis cœpit rigáre pedes ejus, et capíllis cápitis sui tergébat, et osculabátur pedes ejus, et unguénto ungébat. Videns autem pharisǽus, qui vocáverat eum, ait intra se, dicens: Hic si esset Prophéta, sciret útique, quæ et qualis est múlier, quæ tangit eum: quia peccátrix est. Et respóndens Jesus, dixit ad illum: Simon, hábeo tibi áliquid dícere. At ille ait: Magíster, dic. Duo debitóres erant cuidam fœneratóri: unus debébat denários quingéntos, et álius quinquagínta. Non habéntibus illis, unde rédderent, donávit utrísque. Quis ergo eum plus díligit? Respóndens Simon, dixit: Æstimo, quia is, cui plus donávit. At ille dixit ei: Recte judicásti. Et convérsus ad mulíerem, dixit Simóni: Vides hanc mulíerem? Intrávi in domum tuam, aquam pédibus meis non dedísti: hæc autem lácrimis rigávit pedes meos et capíllis suis tersit. Osculum mihi non dedísti: hæc autem, ex quo intrávit, non cessávit osculári pedes meos. Oleo caput meum non unxísti: hæc autem unguénto unxit pedes meos. Propter quod dico tibi: Remittúntur ei peccáta multa, quóniam diléxit multum. Cui autem minus dimíttitur, minus díligit. Dixit autem ad illam: Remittúntur tibi peccáta. Et cœpérunt, qui simul accumbébant, dícere intra se: Quis est hic, qui étiam peccáta dimíttit? Dixit autem ad mulíerem: Fides tua te salvam fecit: vade in pace.
Es bat aber einer von den Pharisäern, dass er bei ihm ese; und er ging in das Haus des Pharisäers, und setzte sich zu Tische. Und siehe, ein Weib, die eine in der Stadt bekannte Sünderin war, erfuhr, dass er in dem Hause des Pharisäers zu Tische sei; und brachte ein Gefäß von Alabaster mit Salböl. stellte sich rückwärts zu seinen Füßen, und fing an seine Füße mit ihren Tränen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, und küßte seine Füße, und salbte sie mit dem Salböl. Als dies der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wäre, so würde er wohl wissen, wer die ist, die ihn berührt, und was sie für ein Weib ist, dass sie eine Sünderin ist. Jesus aber hob an, und sprach zu ihm: Simon! Ich habe dir etwas zu sagen. Er aber Sprach: Meister! sage es. Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig. Da sie aber nichts hatten, womit sie zahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher nun liebt ihn mehr? Simon antwortete, und sprach: Ich erachte, der, dem er das Meiste geschenkt hat. Und Jesus sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt!52 Dann wandte er sich zu dem Weibe, und sprach zu Simon: Siehst du dieses Weib? Ich kam in dein Haus, und du hast mir kein Wasser für die Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt, und sie mit ihren Haaren getrocknet. Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber hat, seit sie hereingekommen ist, nicht aufgehört, meine Füße zu küssen. Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; diese aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. Darum sage ich dir: Ihr werden viele Sünden vergeben, weil sie viel geliebet hat; wem aber weniger vergeben wird, der liebt auch weniger. Und er sprach zu ihr: Deine Sünden werden dir vergeben! Da fingen die, welche mit zu Tische waren, an, bei sich zu sagen: Wer ist dieser, der sogar Sünden vergibt? Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen! Gehe hin in Frieden!
Stillgebet
Múnera nostra, quǽsumus. Dómine, beátæ Maríæ Magdalénæ gloriósa mérita tibi reddant accépta: cujus oblatiónis obséquium unigénitus Fílius tuus cleménter suscépit impénsum:
Schlussgebet
Sumpto, quǽsumus, Dómine, único ac salutári remédio, Córpore et Sánguine tuo pretióso: ab ómnibus malis, sanctæ Maríæ Magdalénæ patrocíniis, eruámur:
Ad maiorem Dei gloriam