Freitag, 11. März 2033

Quartemberfreitag in der Fastenzeit

III. Klasse Violett Fastenzeit
Stationskirche: Zu den heiligen Zwölf Aposteln

Messproprium

Introitus (Ps 25:17; 25:18) Allioli
De necessitátibus meis éripe me, Dómine: vide humilitátem meam et labórem meum, et dimítte ómnia peccáta mea.
Die Bedrängnisse meines Herzens haben sich gemehrt, aus meinen Nöten rette mich. Siehe meine Demütigung und meine Mühsal an und vergib alle meine Sünden.
Ad te, Dómine, levávi ánimam meam: Deus meus, in te confído, non erubéscam.
Zu dir, Herr! erhebe ich meine Seele, auf dich vertraue ich, mein Gott! lass mich nicht zuschanden werden
De necessitátibus meis éripe me, Dómine: vide humilitátem meam et labórem meum, et dimítte ómnia peccáta mea.
Kollekte
Esto, Dómine, propítius plebi tuæ: et, quam tibi facis esse devótam, benígno réfove miserátus auxílio.
Epistel (Hes 18:20-28) Allioli
Léctio Ezechiélis Prophétæ
Hæc dicit Dóminus Deus: Anima, quæ peccáverit, ipsa moriétur: fílius non portábit iniquitátem patris, et pater non portábit iniquitátem fílii: justítia justi super eum erit, et impíetas ímpii erit super eum. Si autem ímpius égerit pæniténtiam ab ómnibus peccátis suis, quæ operátus est, et custodíerit ómnia præcépta mea, et fécerit judícium et justítiam: vita vivet, et non moriétur. Omnium iniquitátum ejus, quas operátus est, non recordábor: in justítia sua, quam operátus est, vivet. Numquid voluntátis meæ est mors ímpii, dicit Dóminus Deus, et non ut convertátur a viis suis, et vivat? Si autem avérterit se justus a justítia sua, et fécerit iniquitátem secúndum omnes abominatiónes, quas operári solet ímpius, numquid vivet? omnes justítiæ ejus, quas fécerat, non recordabúntur: in prævaricatióne, qua prævaricátus est, et in peccáto suo, quod peccávit, in ipsis moriétur. Et dixístis: Non est æqua via Dómini. Audíte ergo, domus Israël: Numquid via mea non est æqua, et non magis viæ vestræ pravæ sunt? Cum enim avérterit se justus a justítia sua, et fécerit iniquitátem, moriétur in eis: in injustítia, quam operátus est, moriétur. Et cum avérterit se ímpius ab impietáte sua, quam operátus est, et fécerit judícium et justítiam: ipse ánimam suam vivificábit. Consíderans enim, et avértens se ab ómnibus iniquitátibus suis, quas operátus est, vita vivet, et non moriétur, ait Dóminus omnípotens.
Die Seele, welche sündigt, diese soll des Todes sterben! der Sohn soll die Schuld des Vaters nicht tragen und der Vater die Schuld des Sohnes nicht tragen; die Gerechtigkeit des Gerechten soll auf dem Gerechten bleiben und die Schuld des Gottlosen über diesen kommen. Wenn aber der Gottlose Buße tut für alle seine Sünden, die er begangen, und alle meine Gebote bewahrt und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er leben und nicht sterben. Ich will all seiner Sünden, die er begangen, nicht mehr gedenken; um seiner Gerechtigkeit willen, die er geübt, soll er leben. Sollte ich etwa am Tode des Gottlosen Wohlgefallen haben, spricht der Herr, Gott, und nicht vielmehr daran, dass er sich von seinen Wegen bekehre und lebe? Wenn sich aber der Gerechte von seiner Gerechtigkeit abwendet und Böses tut, gleich all den Greueln, welche der Gottlose zu verüben pflegt, sollte er da leben? All seiner Gerechtigkeit, die er geübt, soll nicht mehr gedacht werden; ob seiner Übertretung, die er begangen, und um seiner Sünden willen, die er verübt, um dieser willen soll er sterben. Wenn ihr aber sprechet: Der Weg des Herrn ist nicht recht! Höret doch, Haus Israel: Ist mein Weg nicht recht und sind nicht vielmehr eure Wege verkehrt? denn wenn der Gerechte sich abwendet von seiner Gerechtigkeit und Sünde begeht, so wird er deshalb sterben; um des Schlechten willen, das er begangen hat, wird er sterben! Aber wenn der Gottlose sich von seiner Gottlosigkeit, die er verübt hat, abwendet und Recht und Gerechtigkeit übt, so wird er seiner Seele das Leben gewinnen. Denn geht er in sich und wendet er sich ab von allen seinen Sünden, die er begangen hat, so wird er gewiss leben und nicht sterben!
Graduale (Ps 86:2; 86:6) Allioli
Salvum fac servum tuum. Deus meus, sperántem in te.
Bewahre meine Seele, denn ich bin heilig; hilf du, mein Gott! deinem Knechte, der auf dich vertraut.
Auribus pércipe, Dómine, oratiónem meam.
Vernimm, o Herr! Mein Gebet und habe acht auf die Stimme meines Flehens!
Dómine, non secúndum peccáta nostra, quæ fécimus nos: neque secúndum iniquitátes nostras retríbuas nobis
Er verfuhr mit uns nicht nach unsern Sünden, vergalt uns nicht nach unsern Vergehungen.
Dómine, ne memíneris iniquitátum nostrárum antiquárum: cito antícipent nos misericórdiæ tuæ, quia páuperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur)
Gedenke nicht unserer alten Sünden, eilends komme uns dein Erbarmen entgegen, denn wir sind überaus elend geworden. Hilf uns, o Gott, unser Heil! Und um der Ehre deines Namens willen erlöse uns, Herr! und verzeihe unsere Sünden um deines Namens willen,
Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter glóriam nóminis tui, Dómine, líbera nos: et propítius esto peccátis nostris, propter nomen tuum.
Evangelium (Joh 5:1-15) Allioli
Sequéntia ++ sancti Evangélii secúndum Joánnem
In illo témpore: Erat dies festus Judæórum, et ascéndit Jesus Jerosólymam. Est autem Jerosólymis Probática piscína, quæ cognominátur hebráice Bethsáida, quinque pórticus habens. In his jacébat multitúdo magna languéntium, cæcórum, claudórum, aridórum exspectántium aquæ motum. Angelus autem Dómini descendébat secúndum tempus in piscínam, et movebátur aqua. Et, qui prior descendísset in piscínam post motiónem aquæ, sanus fiébat, a quacúmque detinebátur infirmitáte. Erat autem quidam homo ibi, trigínta et octo annos habens in infirmitáte sua. Hunc cum vidísset Jesus jacéntem, et cognovísset, quia jam multum tempus habéret, dicit ei: Vis sanus fíeri? Respóndit ei lánguidus: Dómine, hóminem non hábeo, ut, cum turbáta fúerit aqua, mittat me in piscínam: dum vénio enim ego, álius ante me descéndit. Dicit ei Jesus: Surge, tolle grabátum tuum, et ámbula. Et statim sanus factus est homo ille: et sústulit grabátum suum, et ambulábat. Erat autem sábbatum in die illo. Dicébant ergo Judǽi illi, qui sanátus fúerat: Sábbatum est, non licet tibi tóllere grabátum tuum. Respóndit eis: Qui me sanum fecit, ille mihi dixit: Tolle grabátum tuum, et ámbula. Interrogavérunt ergo eum: Quis est ille homo, qui dixit tibi: Tolle grabátum tuum et ámbula? Is autem, qui sanus fúerat efféctus, nesciébat, quis esset. Jesus enim declinávit a turba constitúta in loco. Póstea invénit eum Jesus in templo, et dixit illi: Ecce, sanus factus es: jam noli peccáre, ne detérius tibi áliquid contíngat. Abiit ille homo, et nuntiávit Judǽis, quia Jesus esset, qui fecit eum sanum.
Hierauf war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. Es ist aber in Jerusalem ein Schafteich, welcher auf hebräisch Bethsaida heißt, und fünf Hallen hat. In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen, Schwachen, welche auf die Bewegung des Wassers warteten. Denn ein Engel des Herrn stieg zu Zeiten in den Teich hinab, und das Wasser kam in Bewegung. Wer nun zuerst nach der Bewegung des Wassers in den Teich hinabstieg, wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch behaftet sein mochte. Es war aber ein Mann daselbst, welcher seit achtunddreißig Jahren krank war. Als Jesus diesen daliegen sah, und wusste, dass er bereits lange Zeit leide, sprach er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr! ich habe keinen Menschen, der mich, wenn das Wasser in Wallung kommt, in den Teich brächte; denn während ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab. Da sprach Jesus zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett, und wandle! Und sogleich ward der Mann gesund; und er nahm sein Bett, und wandelte. Es war aber Sabbat an jenem Tage. Da sprachen die Juden zu dem, der geheilt worden war: Es ist Sabbat; es ist dir nicht erlaubt, dein Bett zu tragen! Er antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sagte zu mir: Nimm dein Bett, und wandle! Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett, und wandle? Der Geheilte aber wusste nicht, wer es war; denn Jesus war der Volksmenge ausgewichen, die sich an dem Orte befand. Darnach fand ihn Jesus im Tempel, und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre! Da ging jener Mann hin, und meldete den Juden, dass Jesus es sei, der ihn gesund gemacht habe.
Offertorium (Ps 103:2; 103:5) Allioli
Bénedic, ánima mea, Dómino, et noli oblivísci omnes retributiónes ejus: et renovábitur, sicut áquilæ, juvéntus tua.
Preise, meine Seele, den Herrn und vergiss nicht alle seine Wohltaten! der dein Verlangen mit Gutem erfüllt, dass deine Jugend wie die des Adlers sich erneuert.
Stillgebet
Súscipe, quǽsumus, Dómine, múnera nostris obláta servítiis: et tua propítius dona sanctífica.
Kommunion (Ps 6:11) Allioli
Erubéscant et conturbéntur omnes inimíci mei: avertántur retrórsum, et erubéscant valde velóciter.
Es sollen beschämt werden und heftig erschrecken alle meine Feinde, sie sollen zurückweichen und plötzlich beschämt werden.
Super populum
Orémus.
Humiliáte cápita vestra Deo.
Exáudi nos, miséricors Deus: et méntibus nostris grátiæ tuæ lumen osténde.
Ad maiorem Dei gloriam