In diébus illis: Dixit Joseph frátribus suis: Audíte sómnium meum, quod vidi: Putábam nos ligáre manípulos in agro: et quasi consúrgere manípulum meum et stare, vestrósque manípulos circumstántes adoráre manípulum meum. Respondérunt fratres ejus: Numquid rex noster eris? aut subjiciémur dicióni tuæ? Hæc ergo causa somniórum atque sermónum, invídiæ et ódii fómitem ministrávit. Aliud quoque vidit sómnium, quod narrans frátribus, ait: Vidi per sómnium, quasi solem et lunam et stellas úndecim adoráre me. Quod cum patri suo et frátribus rettulísset, increpávit eum pater suus, et dixit: Quid sibi vult hoc sómnium, quod vidísti? Num ego et mater tua et fratres tui adorábimus te super terram? Invidébant ei ígitur fratres sui: pater vero rem tácitus considerábat. Cumque fratres illíus in pascéndis grégibus patris moraréntur in Sichem, dixit ad eum Israël: Fratres tui pascunt oves in Síchimis: veni, mittam te ad eos. Quo respondénte: Præsto sum, ait ei: Vade et vide, si cuncta próspera sint erga fratres tuos et pécora: et renúntia mihi, quid agátur. Missus de valle Hebron, venit in Sichem: invenítque eum vir errántem in agro, et interrogávit, quid quǽreret. At ille respóndit: Fratres meos quæro: índica mihi, ubi pascant greges. Dixítque ei vir: Recessérunt de loco isto: audívi autem eos dicéntes: Eámus in Dóthain. Perréxit ergo Joseph post fratres suos, et invénit eos in Dóthain. Qui cum vidíssent eum procul, ántequam accéderet ad eos, cogitavérunt illum occídere, et mútuo loquebántur: Ecce, somniátor venit; veníte, occidámus eum, et mittámus in cistérnam véterem, dicemúsque: Fera péssima devorávit eum: et tunc apparébit, quid illi prosint sómnia sua. Audiens autem hoc Ruben, nitebátur liberáre eum de mánibus eórum, et dicébat: Non interficiátis ánimam ejus, nec effundátis sánguinem: sed projícite eum in cistérnam hanc, quæ est in solitúdine, manúsque vestras serváte innóxias: hoc autem dicébat, volens erípere eum de mánibus eórum, et réddere patri suo.
Er sprach nämlich zu ihnen: Höret den Traum, den ich gehabt habe. Es kam mir vor, als bänden wir Garben auf dem Felde, und als ob meine Garbe sich aufrichtete und stehen bliebe, und eure Garben ringsherum sich vor meiner Garbe zur Erde neigten. Da antworteten seine Brüder: Wirst du etwa König über uns, oder werden wir deiner Herrschaft unterworfen sein? Diese Träume und Reden also gaben dem Neide und Hasse neue Nahrung. Wiederum hatte er einen Traum, und erzählte ihn seinen Brüdern, und sprach: Ich sah im Träume, wie die Sonne und der Mond und elf Sterne sich vor mir zur Erde neigten. Als er dies seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, schalt ihn sein Vater und sprach: Was soll dieser Traum, den du gehabt hast? Werden wir etwa, ich, und deine Mutter, und deine Brüder uns vor dir zur Erde neigen? So beneideten ihn seine Brüder; sein Vater aber erwog die Sache schweigend. Als nun seine Brüder einst bei Sichem weilten, die Herden des Vaters zu weiden, sprach Israel zu ihm: Deine Brüder weiden die Schafe bei Sichem; komm, ich will dich zu ihnen senden. Er antwortete: Ich bin bereit. Da sprach jener zu ihm: Gehe und siehe zu, ob bei deinen Brüdern und den Herden alles wohl geht; und berichte mir wieder, wie es geht. Vom Tale Hebron aus gesendet, kam er nach Sichem. Da traf ihn ein Mann, wie er auf dem Feld umherirrte, und fragte ihn, was er suche. Er aber antwortete: Ich suche meine Brüder, sage mir, wo sie die Herden weiden. Der Mann sprach zu ihm: Sie sind von hier weggezogen, ich hörte sie sagen: Gehen wir nach Dothain! Also ging Joseph seinen Brüdern nach und fand sie in Dothain. Als sie ihn von ferne sahen, machten sie, bevor er noch zu ihnen herankam, den Anschlag, ihn zu töten, und sprachen zueinander: Sehet, da kommt der Träumer! Wohlan, töten wir ihn und werfen wir ihn in eine alte Zisterne, dann werden wir sagen: Ein wildes Tier hat ihn gefressen; dann wird sich zeigen, was seine Träume ihm nützen. Als aber Ruben dies hörte, bemühte er sich, ihn aus ihren Händen zu befreien, und sprach: Bringet ihn nicht um und vergießet sein Blut nicht, sondern werfet ihn in die Zisterne hier in der Wüste, und bewahret eure Hände rein. Dies sagte er aber, weil er ihn aus ihren Händen erretten und seinem Vater wieder zurückgeben wollte.