Freitag, 6. März 2015

Freitag in der 2. Fastenwoche

III. Klasse Violett Fastenzeit
Kommemorationen
Hll. Perpetua und Felicitas, Märtyrerinnen
Stationskirche: St. Vitalis

Messproprium

Introitus (Ps 17:15) Allioli
Ego autem cum justítia apparébo in conspéctu tuo: satiábor, dum manifestábitur glória tua.
Ich aber werde in Gerechtigkeit vor deinem Angesichte erscheinen, mich ersättigen, wenn sich deine Herrlichkeit offenbart.
Exáudi, Dómine, justitiam meam: inténde deprecatióni meæ.
Erhöre, Herr! meine gerechte Sache. Merke auf mein Flehen. Vernimm mein Gebet, das von Lippen ohne Trug ausgeht.
Ego autem cum justítia apparébo in conspéctu tuo: satiábor, dum manifestábitur glória tua.
Kollekte
Da, quǽsumus, omnípotens Deus: ut, sacro nos purificánte jejúnio, sincéris méntibus ad sancta ventúra fácias perveníre.
Epistel (1Mo 37:6-22) Allioli
Léctio libri Génesis.
In diébus illis: Dixit Joseph frátribus suis: Audíte sómnium meum, quod vidi: Putábam nos ligáre manípulos in agro: et quasi consúrgere manípulum meum et stare, vestrósque manípulos circumstántes adoráre manípulum meum. Respondérunt fratres ejus: Numquid rex noster eris? aut subjiciémur dicióni tuæ? Hæc ergo causa somniórum atque sermónum, invídiæ et ódii fómitem ministrávit. Aliud quoque vidit sómnium, quod narrans frátribus, ait: Vidi per sómnium, quasi solem et lunam et stellas úndecim adoráre me. Quod cum patri suo et frátribus rettulísset, increpávit eum pater suus, et dixit: Quid sibi vult hoc sómnium, quod vidísti? Num ego et mater tua et fratres tui adorábimus te super terram? Invidébant ei ígitur fratres sui: pater vero rem tácitus considerábat. Cumque fratres illíus in pascéndis grégibus patris moraréntur in Sichem, dixit ad eum Israël: Fratres tui pascunt oves in Síchimis: veni, mittam te ad eos. Quo respondénte: Præsto sum, ait ei: Vade et vide, si cuncta próspera sint erga fratres tuos et pécora: et renúntia mihi, quid agátur. Missus de valle Hebron, venit in Sichem: invenítque eum vir errántem in agro, et interrogávit, quid quǽreret. At ille respóndit: Fratres meos quæro: índica mihi, ubi pascant greges. Dixítque ei vir: Recessérunt de loco isto: audívi autem eos dicéntes: Eámus in Dóthain. Perréxit ergo Joseph post fratres suos, et invénit eos in Dóthain. Qui cum vidíssent eum procul, ántequam accéderet ad eos, cogitavérunt illum occídere, et mútuo loquebántur: Ecce, somniátor venit; veníte, occidámus eum, et mittámus in cistérnam véterem, dicemúsque: Fera péssima devorávit eum: et tunc apparébit, quid illi prosint sómnia sua. Audiens autem hoc Ruben, nitebátur liberáre eum de mánibus eórum, et dicébat: Non interficiátis ánimam ejus, nec effundátis sánguinem: sed projícite eum in cistérnam hanc, quæ est in solitúdine, manúsque vestras serváte innóxias: hoc autem dicébat, volens erípere eum de mánibus eórum, et réddere patri suo.
Er sprach nämlich zu ihnen: Höret den Traum, den ich gehabt habe. Es kam mir vor, als bänden wir Garben auf dem Felde, und als ob meine Garbe sich aufrichtete und stehen bliebe, und eure Garben ringsherum sich vor meiner Garbe zur Erde neigten. Da antworteten seine Brüder: Wirst du etwa König über uns, oder werden wir deiner Herrschaft unterworfen sein? Diese Träume und Reden also gaben dem Neide und Hasse neue Nahrung. Wiederum hatte er einen Traum, und erzählte ihn seinen Brüdern, und sprach: Ich sah im Träume, wie die Sonne und der Mond und elf Sterne sich vor mir zur Erde neigten. Als er dies seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, schalt ihn sein Vater und sprach: Was soll dieser Traum, den du gehabt hast? Werden wir etwa, ich, und deine Mutter, und deine Brüder uns vor dir zur Erde neigen? So beneideten ihn seine Brüder; sein Vater aber erwog die Sache schweigend. Als nun seine Brüder einst bei Sichem weilten, die Herden des Vaters zu weiden, sprach Israel zu ihm: Deine Brüder weiden die Schafe bei Sichem; komm, ich will dich zu ihnen senden. Er antwortete: Ich bin bereit. Da sprach jener zu ihm: Gehe und siehe zu, ob bei deinen Brüdern und den Herden alles wohl geht; und berichte mir wieder, wie es geht. Vom Tale Hebron aus gesendet, kam er nach Sichem. Da traf ihn ein Mann, wie er auf dem Feld umherirrte, und fragte ihn, was er suche. Er aber antwortete: Ich suche meine Brüder, sage mir, wo sie die Herden weiden. Der Mann sprach zu ihm: Sie sind von hier weggezogen, ich hörte sie sagen: Gehen wir nach Dothain! Also ging Joseph seinen Brüdern nach und fand sie in Dothain. Als sie ihn von ferne sahen, machten sie, bevor er noch zu ihnen herankam, den Anschlag, ihn zu töten, und sprachen zueinander: Sehet, da kommt der Träumer! Wohlan, töten wir ihn und werfen wir ihn in eine alte Zisterne, dann werden wir sagen: Ein wildes Tier hat ihn gefressen; dann wird sich zeigen, was seine Träume ihm nützen. Als aber Ruben dies hörte, bemühte er sich, ihn aus ihren Händen zu befreien, und sprach: Bringet ihn nicht um und vergießet sein Blut nicht, sondern werfet ihn in die Zisterne hier in der Wüste, und bewahret eure Hände rein. Dies sagte er aber, weil er ihn aus ihren Händen erretten und seinem Vater wieder zurückgeben wollte.
Graduale (Ps 120:1-2) Allioli
Ad Dóminum, cum tribulárer, clamávi, et exaudívit me.
Stufengesang. Zu dem Herrn rufe ich, da ich in Drangsal bin, und er erhört mich. Herr! Rette meine Seele von ungerechten Lippen und von trügerischer Zunge!
Dómine, líbera ánimam meam a lábiis iníquis et a lingua dolósa.
Dómine, non secúndum peccáta nostra, quæ fécimus nos: neque secúndum iniquitátes nostras retríbuas nobis
Er verfuhr mit uns nicht nach unsern Sünden, vergalt uns nicht nach unsern Vergehungen.
Dómine, ne memíneris iniquitátum nostrárum antiquárum: cito antícipent nos misericórdiæ tuæ, quia páuperes facti sumus nimis. (Hic genuflectitur)
Gedenke nicht unserer alten Sünden, eilends komme uns dein Erbarmen entgegen, denn wir sind überaus elend geworden. Hilf uns, o Gott, unser Heil! Und um der Ehre deines Namens willen erlöse uns, Herr! und verzeihe unsere Sünden um deines Namens willen,
Adjuva nos, Deus, salutáris noster: et propter glóriam nóminis tui, Dómine, líbera nos: et propítius esto peccátis nostris, propter nomen tuum.
Evangelium (Mt 21:33-46) Allioli
Sequéntia ++ sancti Evangélii secúndum Matthǽum
In illo témpore: Dixit Jesus turbis Judæórum et princípibus sacerdótum parábolam hanc: Homo erat paterfamílias, qui plantávit víneam, et sepem circúmdedit ei, et fodit in ea tórcular, et ædificávit turrim, et locávit eam agrícolis, et péregre proféctus est. Cum autem tempus frúctuum appropinquásset, misit servos suos ad agrícolas, ut accíperent fructus ejus. Et agrícolæ, apprehénsis servis ejus, alium cecidérunt, alium occidérunt, álium vero lapidavérunt. Iterum misit álios servos plures prióribus, et fecérunt illis simíliter. Novíssime autem misit ad eos fílium suum, dicens: Verebúntur fílium meum. Agrícolæ autem vidéntes fílium, dixérunt intra se: Hic est heres, veníte, occidámus eum, et habébimus hereditátem ejus. Et apprehénsum eum ejecérunt extra víneam, et occidérunt. Cum ergo vénerit dóminus víneæ, quid fáciet agrícolis illis? Ajunt illi: Malos male perdet: et víneam suam locábit áliis agrícolis, qui reddant ei fructum tempóribus suis. Dicit illis Jesus: Numquam legístis in Scriptúris: Lápidem, quem reprobavérunt ædificántes, hic factus est in caput ánguli? A Dómino factum est istud, et est mirábile in óculis nostris. Ideo dico vobis, quia auferétur a vobis regnum Dei, et dábitur genti faciénti fructus ejus. Et qui cecíderit super lápidem istum, confringétur: super quem vero cecíderit, cónteret eum. Et cum audíssent príncipes sacerdótum et pharisǽi parábolas ejus, cognovérunt, quod de ipsis díceret. Et quæréntes eum tenére, timuérunt turbas: quóniam sicut Prophétam eum habébant.
Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausvater, der pflanzte einen Weinberg, und umgab ihn mit einem Zaune, grub in ihm eine Kelter, baute einen Turm, und verpachtete ihn an Winzer, und reiste dann in die Ferne. Als aber die Zeit der Früchte genaht war, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen. Doch die Winzer ergriffen seine Knechte, schlugen den einen, töteten den andern, einen dritten aber steinigten sie. Wiederum schickte er andere Knechte, und zwar mehrere als die ersten, und sie verfuhren mit ihnen ebenso. Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden vor meinem Sohne Scheu tragen! Als aber die Winzer den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe, lasset uns ihn töten, und wir werden sein Erbteil besitzen! Und sie ergriffen ihn, und warfen ihn hinaus aus dem Weinberge, und töteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinberges kommen wird, was wird er diesen Winzern tun? Sie sagten zu ihm; Er wird sie als Elende elendiglich verderben, und seinen Weinberg wird er an andere Winzer verpachten, die ihm zu ihrer Zeit die Früchte abliefern. Da sprach Jesus zu ihnen: Habt ihr niemals in der Schrift gelesen: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unsern Augen“? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch hinweggenommen, und einem Volke gegeben werden, welches die Früchte desselben hervorbringt. Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen. Als nun die Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen rede. Und sie suchten ihn zu ergreifen, aber sie fürchteten das Volk, weil es ihn für einen Propheten hielt.
Offertorium (Ps 40:14; 40:15) Allioli
Dómine, in auxílium meum réspice: confundántur et revereántur, qui quærunt ánimam meam, ut áuferant eam: Dómine, in auxílium meum réspice.
Lass es dir gefallen, o Herr! mich zu erretten, o Herr! habe acht, mir zu helfen. Es sollen schamrot und zuschanden werden allzumal, die mir nach dem Leben trachten, um es wegzuraffen. Es mögen zurückweichen und beschämt werden, die mir Übles wollen.
Stillgebet
Hæc in nobis sacrifícia, Deus, et actióne permáneant, et operatióne firméntur.
Kommunion (Ps 12:8) Allioli
Tu, Dómine, servábis nos, et custódies nos a generatióne hac in ætérnum.
Du, Herr! Behütest uns und bewahrst uns vor diesem Geschlechte in Ewigkeit.
Schlussgebet
Fac nos, quǽsumus, Dómine: accépto pígnore salútis ætérnæ, sic téndere congruénter; ut ad eam perveníre possímus.
Super populum
Orémus.
Humiliáte cápita vestra Deo.
Da, quǽsumus, Dómine, pópulo tuo salútem mentis et córporis: ut, bonis opéribus inhæréndo, tuæ semper virtútis mereátur protectióne deféndi.
Ad maiorem Dei gloriam