In diébus illis: Venit múlier Sunamítis ad Eliséum in montem Carméli: cumque vidísset eam vir Dei e contra, ait ad Giézi púerum suum: Ecce Sunamítis illa. Vade ergo in occúrsum ejus, et dic ei: Recte ne ágitur circa te, et circa virum tuum, et circa fílium tuum? Quæ respóndit: Recte. Cumque venísset ad virum Dei in montem, apprehéndit pedes ejus: et accéssit Giézi, ut amovéret eam. Et ait homo Dei: Dimítte illam: ánima enim ejus in amaritúdine est, et Dóminus celávit a me, et non indicávit mihi. Quæ dixit illi: Numquid petívi fílium a dómino meo? Numquid non dixi tibi: Ne illúdas me? Et ille ait ad Giézi: Accínge lumbos tuos, et tolle báculum meum in manu tua, et vade. Si occurrérit tibi homo, non salútes eum: et si salutáverit te quíspiam, non respóndeas illi: et pones báculum meum super fáciem púeri. Porro mater púeri ait: Vivit Dóminus et vivit ánima tua, non dimíttam te. Surréxit ergo, et secútus est eam. Giézi autem præcésserat ante eos, et posúerat báculum super fáciem púeri, et non erat vox neque sensus: reversúsque est in occúrsum ejus, et nuntiávit ei, dicens: Non surréxit puer. Ingréssus est ergo Eliséus domum, et ecce, puer mórtuus jacébat in léctulo ejus: ingressúsque clausit óstium super se et super púerum: et orávit ad Dóminum. Et ascéndit, et incúbuit super púerum: posuítque os suum super os ejus, et óculos suos super óculos ejus, et manus suas super manus ejus: et incurvávit se super eum: et calefácta est caro púeri. At ille revérsus, deambulávit in domo, semel huc atque illuc: et ascéndit et incúbuit super eum: et oscitávit puer sépties, aperuítque oculos. At ille vocávit Giézi, et dixit ei: Voca Sunamítidem hanc. Quæ vocáta ingréssa est ad eum. Qui ait: Tolle fílium tuum. Venit illa, et córruit ad pedes ejus, et adorávit super terram: tulítque fílium suum, et egréssa est, et Eliséus revérsus est in Gálgala.
So zog sie denn hin und kam zu dem Manne Gottes auf den Berg Karmel. Als der Mann Gottes sie von ferne sah, sprach er zu Giezi, seinem Diener: Siehe, da kommt die Sunamitin! Gehe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir wohl und deinem Mann und deinem Sohn? Sie antwortete: Ja. Als sie aber zu dem Manne Gottes auf den Berg kam, umfasste sie seine Füße; doch Giezi trat hinzu, um sie zu entfernen. Der Mann Gottes indes sprach: Lass sie! Denn ihre Seele ist betrübt und der Herr hat es mir verborgen und es mir nicht kundgetan. Sie sprach zu ihm: Habe ich denn einen Sohn von meinem Herrn begehrt? Habe ich dir nicht gesagt: Täusche mich nicht? Er sprach zu Giezi: Umgürte deine Lenden, nimm meinen Stab und gehe hin! Begegnet dir ein Mensch, so grüße ihn nicht, und grüßt dich jemand, so antworte ihm nicht, und lege meinen Stab auf das Angesicht des Knaben. Die Mutter des Knaben aber sprach: So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt, ich lasse dich nicht! Alsbald machte er sich auf und folgte ihr. Giezi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Angesicht des Knaben gelegt, doch da war weder Laut noch Lebenszeichen. Da kehrte er um, ging ihm entgegen, meldete ihm und sprach: Der Knabe ist nicht aufgestanden. Als nun Eliseus in das Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem Bette. Da ging er hinein, verschloss die Türe hinter sich und hinter dem Knaben und betete zu dem Herrn. Sodann stieg er hinauf, streckte sich über den Knaben, legte seinen Mund auf dessen Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Hände auf dessen Hände und beugte sich hin über ihn, da ward der Leib des Knaben warm. Dann wendete er sich wieder weg und ging im Hause einmal hin und her, alsdann stieg er wieder hinauf und streckte sich über den Knaben; da gähnte derselbe siebenmal und tat seine Augen auf. Hierauf rief Eliseus Giezi und sprach zu ihm: Rufe die Sunamitin! Sie kam auf den Ruf und ging zu ihm hinein. Und er sprach: Nimm deinen Sohn! Jene kam, fiel ihm zu Füßen und verneigte sich bis zur Erde, alsdann nahm sie ihren Sohn und ging hinaus. Hierauf kehrte Eliseus wieder nach Galgala zurück. Es herrschte aber eine Hungersnot im Lande und die Söhne der Propheten wohnten unter seiner Aufsicht.