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Predigten

Hier werden die besuchten Sonntagspredigten zusammengefasst und diskutiert. Hauptsächlich zum eigenen Überdenken des gehörten sowie auch um als eine Referenz zu dienene für zukünftige Fragen. Dabei werden hier auch die Einleitungen des überarbeiteten Schott jeweils gelistet sowie die Allioliübersetzung für Epistel sowie Evangelium. Auf dieser Hauptseite findet man immer die aktuellste Predigt des vergangenen Sonntag vor. Weiter unten findet man ein Archiv älterer Predigten.

Das Ganze ist auch verfügbar via RSS feed.

Siebter Sonntag nach Pfingsten

24. Juli 2022 - 2. Klasse - Farbe grün

Schott

Der Chor der in der hl. Taufe zu neuem Leben Erweckten jubel Christus zu, dem Herrn und König. Wir stimmen freudig ein (Intr.), dankbar, dass wir frei vom Joche der Sünde, Knechte Gottes sind (Epistola). Durch die hl. Taufe kommen wir wir un seine Nähe und werden licht (Grad.). Unser Christ-sein hat sich im Leben zu bewähren, d. i. in der Erfüllung des Willens Gottes (Evang.). Uns, den Getauften, ist es gegeben, Gott ein vollkommenes Opfer darzubringen (Offert.): Christus (Secreta), und in ihm uns selbst. Im Opfer und Opfermahl erfahren wir, wie sich Gott zu uns neigt und uns der Sünde entreisst (Comm.).

    Rom. 6
  1. Ich rede nach menschlicher Weise, um der Schwachheit eures Fleisches willen. Denn wie ihr eure Glieder in den Dienst der Unlauterkeit und Gottlosigkeit hingabet zur Gottlosigkeit, so gebet nun eure Glieder zum Dienste der Gerechtigkeit hin zur Heiligung.
  2. Denn als ihr Knechte der Sünde waret, waret ihr der Gerechtigkeit gegenüber frei.
  3. Welche Frucht hattet ihr also damals von den Dingen, deren ihr euch nun schämet? Denn das Ende davon ist der Tod.
  4. Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei, Diener Gottes geworden seid, habt ihr eure Frucht zur Heiligung, und als Ziel derselben das ewige Leben.
  5. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist ewiges Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

Evangelium

    Matth. 7
  1. Hütet euch vor den falschen Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind.
  2. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von den Dornen Trauben, oder von den Disteln Feigen?
  3. So bringt jeder gute Baum gute Früchte; der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte.
  4. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein schlechter Baum gute Früchte bringen.
  5. Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird umgehauen, und in´s Feuer geworfen werden.
  6. Also an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
  7. Nicht Jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der wird in das Himmelreich eingehen.

Predigt

Es handelt sich dabei um die Predigt von H. H. Pater Jeindl zu Zaitzkofen welche man hier (Mirror) auch noch nachschauen kann. Die Messe wurde via Livestream mitverfolgt.

Sammelt man Trauben von Dornen oder Feigen von Disteln, an ihren Früchten sollen wir sie erkennen, die falschen Propheten. Im 16. Jahrhundert gab es in der Kirche große Missstände. Jeder wusste das. Dann trat jemand auf, der die Kirche behauptete zu reformieren. Es war Martin Luther. Seine Worte waren verführerisch süß und sie klangen gut. Aber wie war sein Leben? Sein Leben war nicht das Leben eines heiligen Mönches. Spätestens als er Katharina von Bora geheiratet hat, eine die 16 Jahre jünger war, früher eine Nonne. Spätestens als er diese Frau geheiratet hat konnte jeder sehen, der einfachste Bauer konnte erkennen, das ist keiner der die Kirche reformiert. Es ist jemand der sie zerstört. Ein reißender Wolf.

So bringt jeder gute Baum gute Früchte der schlechte Baum, aber bringt schlechte Früchte. Aber diese Worte hat unser er nicht nur gegeben, damit wir die falschen Propheten entlarfen können, die in Schafskleidern kommen inwendig aber reißende Wölfe sind. Damit wir uns nicht verführen lassen. Es sind auch Worte die Zeichen sind für uns selbst. Auch wir alle sind Bäume und unser Herz, unsere Seele ist die Wurzel davon. Wir alle bringen Früchte, gute oder eher schlechte. Und diese Früchte sind unseren unsere Werke. Als wir als Kind getauft wurden hatte unserem Baum eine reine gesunde Wurzel, aber wie schnell kommen Krankheiten und Schädlinge, wie oft fehlt Wasser und gutes Erdreich und schon wird die Wurzel faul und der Baum wird schlecht. Dennoch können wir das nicht sofort sehen, denn die Wurzel ist verborgen. Aber was wir sehen können, das sind die Früchte. Es sind die guten Werke. Und wenn wir ein schlechtes Werk sehen, dann wissen wir, das kann nicht von einer guten Wurzel kommen, das kann nur von einer schlechten kommen.

Aber so können wir einwenden: Jeder hat doch ein paar gute Früchte und jeder hat doch zumindest ein paar wenige schlechte Werke. Der Gerechte fällt doch sieben Mal am Tag heißt es. Diesen vollkommenen Menschen ohne den geringsten schlechten Werken, den gibt es doch nur in unserem Herrn selbst und in der Gottesmutter, warum sollen wir uns also darum bemühen? Genügte nicht ein Mittelmaß? Ein wenig schlechte Werke ein wenig Gute und Gott wird schon zufrieden sein? Aber so zu denken ist leider sehr gefährlich. Die heilige Franziska von Rom sah einmal in eine Erscheinung einen öden Feld im Halbdunkel einen Baum stehen, der hatte viele Blätter. Aber keine Früchte. Und auf dem obersten Zweig stand ein Götzenbild, so groß wie eine menschliche Gestalt, mit prächtigen Gold Blumen geschmückt und mit einem goldenen Mantel umhüllt. Dieser Baum so wurde er bedeutet, dieser Baum bedeutet das Bild des Menschen der in Lauheit da steht. Der nicht im Lichte des Glaubens und der Frömmigkeit, sondern im Halbdunkel des Zweifels unter Unentschiedenheit und in der Lauheit wandelt. Er trägt keine Früchte Gottgefälliger Werke. Er erhebt das eigene ich zum Idol zum Götzen und umkleidet des mit dem Goldmantel der Lüge der Selbsttäuschung der schillernd und blendend das verstorbene Herz verdeckt.

Wir sehen also an dieser Vision es gibt hier eine Gefahr. Es gibt die Gefahr, dass wir uns täuschen. Ein schlechter Baum kann sehr gut aussehen und sich für sehr rechtschaffen halten. Er kann sogar Früchte haben, Werke die vor der ganzen Welt schillern und glänzen, aber er wird nicht solche Früchte zeigen, die Gott wohlgefällig sind. Nur Werke, die schillern und glänzen inwendig aber tot und leer sind. Und wann sind die Werke tot und leer? Dann wenn es fehlt, das was sie wirklich innerlich belebt. Die Seele diese Werke ist die heiligmachende Gnade.

Der Teufel ist ein Meister darin, uns zu belügen und Glauben zu lassen, dass wir noch genügend gute Werke vorweisen können. In Wahrheit sind sie gar nicht mehr gut, sondern von selbstsüchtigen Absichten schon längst verdorben. Dann wird nicht Hand an die Wurzel gelegt, dann wird nicht ausgegraben mit den Werkzeugen der Buße, begossen mit den Wassern des Gebetes, gedüngt mit Selbstverleugnung und Opfern. Nein, dann werden die schlechten Früchte einfach zu guten erklärt und bald lebt die Seele nicht einmal mehr im Stand der Gnade und hält sich trotzdem für rechtschaffen und sie erwartet in immer größerer Vermessenheit sogar den Lohn des Himmels für alles, was sie tut. Aber was wird das für ein trauriger Tag sein? Der Tag der Ernte, wenn sich keine Frucht mehr findet, die nicht verdorben wäre. Langsam greift eine Fäulnis um sich und langsam verdirbt sie alle Früchte Wenn wir nicht auf der Hut sind und in einer guten Gewissenserforschung unsere wahren Absichten prüfen und die Fäulnis sofort und energisch bekämpfen, dann wird unsere Wurzel leicht immer schlechter werden. Auch Judas war von Anfang an nicht fähig unseren Herren zu verraten. Langsam schlich sich die Habsucht in sein Herz und fing an alles immer mehr zu verderben. Doch Judas hat nicht den Krieg diese Habsucht erklärt. Er hat sie immer nur rechtfertigt und entschuldigt. Bis sie eines Tages diese furchtbare Frucht hervorbringen konnte, den Verrat unseres Herrn selbst.

Darum müssen wir diesen Kampf ernst nehmen. Den Kampf um unsere guten Werke. Und wenn wir bemerken, dass unsere Werke eigentlich schlecht werden, dann darf uns das nicht kalt lassen. Auch wenn es nur lässliche Sünden sind, es muss uns ganz bewusst sein, eine kleine Fäulnis im Herzen wird zu einer großen wenn wir nichts dagegen tun. Und wir wird unser ganzes Herz verderben, wenn wir nichts dagegen tun Und sie wird uns in die Hölle bringen, wenn wir nichts dagegen tun. Und je länger wir warten, um der Schlechtigkeit in uns wirklich den Krieg zu erklären, umso schwieriger wird es werden sie zu besiegen. Und es reicht nicht die schlechten Früchte von dem Baum einfach ab zu pflücken. Sie kommen sonst an derselben Stelle immer wieder. Wir müssen die schlechte Wurzel ausreißen, den Fehler der hinter den schlechten Werken steht. Die Quelle der Selbstsucht finden und diese bekämpfen. Aber bei diesem Kampf in unserem Herzen gibt es nicht nur das Ausreißen von schlechten Wurzeln und Früchten. Es gibt auch das wachsen lassen der guten Früchte. Es wäre sicher falsch, wenn man in einem Garten dauernd nur Unkraut jäten würde, aber nichts Pflanzen würde. Die Zeit die man auf das Jäten verwendet ist gut angewandt, aber man darf nicht vergessen auch die Tugenden zu pflegen. Manch jemand, der so zu kämpfen hat, der wirklich zu kämpfen hat und kaum eine Besserung bemerkt, der mag in Versuchung kommen, die Hoffnung aufzugeben und zu verzweifeln. Aber bedenken wir, gerade der Kampf ist das Gute Zeichen. Wer nicht aufhört zu kämpfen, den wird Gott nicht verderben lassen. Selbst, wenn er ganz weit von der Vollkommenheit entfernt sein mag.

Bei dem Leben mancher Heiligen müssen wir staunen aus welche großen Tiefen sie sich erhoben haben und zu welch großen Höhen sie gelangt sind. Aber selbst wenn dieser Gedanke und nicht sonderlich ermutigt, können wir immer noch uns auf jemanden stützen, der uns immer helfen kann. Und das ist unsere himmlische Mutter, der nichts mehr am Herzen liegt, als uns vor dem Verderben zu bewahren. Und unsere himmlische Mutter ist aber auch mächtig genug uns vor aller Verderbnis zu retten. Es war ein junges Mädchen, sie hieß Rosa Ellmau. Sie beging eines Tages eine Reise zurück zu ihrer Klosterschule von den Ferien und ihr Vater begleitete sie. Und sie saß mit ihrem Vater im Zug.

Und plötzlich bekam sie ein ganz trauriges Gesicht. Es fiehl ihr ein, dass sie für alle ihre Lehrerinnen und Freundinnen etwas mitgebracht hat, aber sonst hatte sie auch immer etwas für die Mutter Gottes selbst mitgebracht. Ein paar Blumen, die sie an ihre Statue hinlegen wollte. Doch dafür waren keine Blumen vorhanden und darum war sie ein wenig traurig. Und als sie so im Zug saß und aus dem Fenster sah, da sah sie plötzlich ein Schloss. Und in diesem Schloss war ein Garten und der Garten war voll von den herrlichsten weißen Rosen. Und als sie diese Rosen sah sprang sie auf und bat ihren Vater inständig, sie mögen doch aussteigen und zu diesem Schloss gehen und dort den Schlossbesitzer fragen, ob sie nicht ein paar Rosen haben könnten für die Mutter Gottes. Der Vater wollte zuerst nicht einwilligen, aber sie hatten Zeit genug und nach langem Bitten willigte er ein. Sie stiegen aus kamen zu diesem Schloss. Und der Besitzer der dort war war ein vornehmer sehr freundlicher Herr er ging eigenhändig in den Garten und schnitt der kleinen Rosa viele Rosen ab und gab ihr einen wunderschönen großen Strauss in ihre Hand. Das Mädchen freute sie sich sehr und dankte dem Schlossbesitzer von ganzem Herzen. Als sie wieder zum Bahnhof kamen, gab es eine große Bestürzung. Sie konnte nicht mehr weiterfahren. Denn es hieß ein Zug ist mit einem Güterzug zusammengestoßen. Es gibt sehr viele verletzte und sehr viele Tote.

Mit Bestürzung bemerkten die beiden, dass es gerade der Zug war, aus dem sie ausgestiegen waren, um die Rosen zu pflücken. Und ein paar Stunden später kamen sie dann doch zu ihrer Klosterschule und Rosa legte mit großer Dankbarkeit in die Rosen zu Füßen der Mutter Gottes. Und die Mutter Gottes, ja, es war als sah sie sie an und flüsterte ihnen zu. Wenn er mich so sehr verehrt, dann werde ich euch immer retten. Gerade dann aber, wenn wir in unseren Kampf entmutigt werden, wenn wir verzweifelt werden, dann bemühen wir uns eine um eine tiefe und innige Verehrung der Mutter gottes. Dann werden wir nämlich nie Bäume werden können, die am Ende nur schlechte Früchte bringen. Wir werden am Ende dieses Kampfes unsere Feinde besiegt haben und unser Inneres vor der Reichtümer sehen.

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